Treffen 10.12.2014
„Wir machen ein Buch!?“

Protokoll Treffen „Gurkensalat“ 10.12.2014

Thema „ Wir machen ein Buch?!“

Anwesende „Gurken“:
Annemarie Heuls, Anni Fried, Benedicta Manzano, Bettina Demblin, Brigitte Fischtschenko, Christa Atzinger, Christine Steiger, Dani Erlach, Dani Mandelburger, Do Steurer, Dorothea McEwan, Elisabeth Grohmann, Elisabeth Niel, Franziska Kunyik, Gerda Lutz, Ginipig -Susanne Schuster, Hanna Schenk, Johanna Schmitz, Juxi-Christine Ulrich, Karin Bayer, Maria Kamir, Mariedi Fuhrmann, Martina Koliha, Moni Baumann, Moni Schöner, Patricia Drimmel, Sanna Ittner, Sophie Zacherl-Wightman, Valerie Zacherl-Draxler, Valerie Thum, Veronika Schmitz

Leider verhindert, aber mit vielen Grüßen an alle: Aglae Hagg, Andrea Vetter, Andrea Wochesländer, Brigitta Höpler, Claudia Lennkh-Wolfsberg, Constanze Warta, Doris Kronberger, Eliza Giefing, Gretl Pekarek, Christine Küblbäck, Maria Schmid-Schmidsfelden, Monika Gredler, Monika Hebrard, Natascha Rössner, Regi Löw, Silvia Gössl, Stephanie Herbeck, Topsy Thun-Hohenstein, Verena Chavanne, Verena Starlinger, Verena Winckler, Veronika Warharnek

Inhalt des Abends:

  1. Buffet aufbauen, begrüßen, plaudern
  2. Dorothea McEwan stellt ihr Buchprojekt vor – Diskussion – Vorschläge zur Mithilfe
  3. 70 jähriges Gruppenjubiläum 2016
  4. Netzwerk alt2@gurkensalat.at und www.gurkensalat.at
  5. Buffet und Begegnung

2. Dorothea McEwan stellt ihr Buchprojekt vor

2008 begann Dorothea bereits auf der Plenznerhütte mit 9 längeren Interviews. Ein Buchprojekt über die Gruppe 2 schwebte ihr vor. Wie wirkt sich das Erlebnis Pfadfinderin in Kindheit und Jugendzeit im späteren Leben aus?

Aufgrund der wenigen Interviews beschloss sie, gemeinsam mit Bettina 2014 für dieses Projekt eine schriftliche Umfrage unter den Altzweierinnen zu machen. Zurück kamen 46 ausgefüllte Fragebogen.

Dorothea gab die Umfragen an eine gute Freundin, die die Fragebögen professionell und statistisch gerade auswertet, daher können weitere Fragebögen nicht mehr in dieser Arbeit berücksichtig werden. Diese meinte, dass natürlich nur die positiv geprägten Altzweierinnen sich an der Umfrage beteiligt hätten. Daher können diese Antworten nicht repräsentativ sein, weder der Zahl, noch dem Inhalt nach. Dorothea ging dabei von einer Zahl von 1.700 ehemaligen Pfadfinderinnen der Gruppe 2 aus (ab 1946 überschlagsmäßig gerechnet bis heute) und von ca. 400 angeschriebenen bzw. angemailten Personen aus.

Einschub : Bettinas Recherche nach Weihnachten ergab: Die Umfrage 2014 wurden an 95 Mitglieder per mail versandt (mit 5 Fehlberichten), an 93 Mitgliedern, von denen wir eine Adresse hatten, per Post. ( mit 20 Postfehlberichten). Sohin wurden insgesamt 163 Personen angefragt. Von weiteren 166 derzeit namentlich bekannten Altzweierinnen fehlen uns aktuelle Namen und Adressen, 8 sind bereits verstorben. Wir erhielten 46 ausgefüllte Fragebogen und 9 Interviews. Das 10. Interview mit Hanna Schenk wird gerade übertragen. D.h. wir erhielten von 163 Benachrichtigten 57 Rückmeldungen, von insgesamt 52 Personen (4 füllten zusätzlich zum Interview noch den Fragebogen aus). Daher ergibt sich eine Rückmeldung von ca 31,5 %.

Dorothea’s Idee des Buches, bzw. einer Broschüre:

  • Überlegungen zu einer Veröffentlichung.

Im Jahr 2016 feiert die Pfadfinderinnengruppe 2 ihr 70 jähriges Bestehen und hat es über die Jahre geschafft, immer neu engagierte Generationen hervorzubringen, ohne viel Geld, als private Initiative. Damit hätte sie die Stadt Wien mitgeprägt, wiewohl sie auch durch diese Stadt geformt worden wäre. Viele Mädchen aus unterschiedlichsten Bildungs-, Kultur-, Gesellschafts- und Wohnmilieus hätten – auch durch die gute Verkehrslage Karlsplatz – in dieser Gruppe die Möglichkeit gehabt, einander zu treffen. Die Pfadfinderei hätte sie sie alle miteinander verbunden. Die Ziele und Methoden der Pfadfinderei seien bis heute top aktuell. Eine reine Mädchengruppe, die so eine lange Geschichte aufweise, sei sowohl vom soziologischem als auch historischem Gesichtspunkt sehr interessant. Wir hätten etwas zu erzählen. Zielgruppe eines Buches wäre daher nicht die Insider-, sondern eher die Außensicht. Es gäbe bereits einen Verlag, der das Buch kostenlos verlegen würde.

  • Während diese Überlegungen sehr wichtig und positiv sind, stehen einer Buchveröffentlichung im Moment einige Probleme im Weg:

Für einen fundierten historischen Überblick über die Gruppe 2 würden derzeit zu viele Quellen (Fotos, Logbücher, Aussendungen, Berichte, Zeitschriften etc.) fehlen, verstreut bei einzelnen Mitgliedern, bzw. im Heim, im Pfadfindermuseum etc. sein. Von London aus habe sie keinen Zugang zu diesen Quellen zur Gruppengeschichte oder einer Präsentation der Gruppe für Außenstehende.

Sie riet daher als ersten Schritt, ein Gruppenarchiv anzulegen, das wäre ein wirklich sinnvolles und wichtiges Projekt, wenn das Projekt einer Gruppengeschichte in der Zukunft angegangen werden soll

Da das Buchprojekt derzeit nicht verwirklichbar wäre (vielleicht fürs 75 jährige Jubiläum), schlage sie eine Broschüre vor, die zum 70 jährigen Gruppenjubiläum 2016 erscheinen könnte, also in ca. 18 Monaten. Der Grund: das Material für eine Broschüre wäre fast vollständig bereits beisammen. Die Zielgruppe: Gruppenmitglieder, jetzige und ehemalige.

Der Inhalt:

  • Eine Einleitung, die mit der Versprechensformel anfängt und sie hinterfragt, bzw. eine kurze Darstellung der Pfadfindergeschichte ganz allgemein bietet.

  • Eine Chronik oder Gruppengeschichte seit 1946, die gerade von vielen von uns ergänzt und korrigiert wurde

  • Die Umfrageauswertung mit vier Schwerpunktthemen

  • 10 Texte, ausgewählte Interviews und ausgewählte Fragenbogenantworten mit Fotos.

Für die Vervollständigung der Texte und der erforderlichen typoografischen Arbeit werden noch dringend Mithelferinnen gesucht.

Die Diskussion berührte folgende Punkte:

  • Eine wissenschaftliche Arbeit über die Gruppe 2 in Soziologie, Entwicklungspsychologie, Feminismus oder Geschichte wäre mit all dem Material interessant, das wir noch zusammentragen könnten…wie prägte die Gesellschaft, Kirche, Politik der 50-, 60-,70-,80-iger Jahre bis 2014 unsere Gruppe?

  • Früher gab es viel weniger Rechtsvorschriften und Regelungen, fast so etwas wie „Freiheit in Uniform“ und heute so viele Regeln zur Sicherung, zum Haftungsausschluss…ein Thema?

  • Die Umfragen seien schon repräsentativ, weil nicht nur Schönfärberei vorkomme, sondern auch genug Schattenseiten – alle Generationen betreffend. Die sehr spannenden Antworten würden die Zeiten ab 1948 bis 2014 abdecken, viele Aussagen – anonymisiert – würden sehr gut den roten Faden durch die ganze Gruppe bei all ihrer Verschiedenheit aufzeigen…

  • Umfragen. würden erst dann spannend werden, wenn man „Gschichterln“ lesen könnte – auch auf 57 längere Antworten zurückgreifen zu können, sei sehr beachtlich

  • Broschüre in 18 Monaten machbar, Buchvorhaben nicht aufgeben, aber verschoben auf die Zukunft.

  • Erstellung eines Gruppenarchivs, das an einem geschützten, aber für alle zugänglichen Ort zur Verfügung stehen könnte. Dann koennten alle ihren „Privatbesitz“ herausgeben – dieses Archiv könnte nur jemand von uns führen, der sich auskennt und zu archivieren, katalogisieren weiß…damit sollten wir bald beginnen….

  • Könnten wir Geld zusammenlegen, dass jemand Geeigneter bezahlt werden könnte (geringfügige Anstellung z.B.) um all die Unterlagen einzuholen, einzuscannen, zu sortieren etc…wo könnte so ein Archiv gelagert sein, wer hätte einen trockenen Keller?

  • Fotos sollten eingescannt und geordnet werden

  • Für die Broschüre sollte ein/e Graphiker/in vor Beginn eine Struktur, Satz, bzw. Raumeinteilung schaffen, dann Korrektur und das Layout machen

  • bei der Broschüre müsste geachtet werden, nicht Inhalte vom Focus zum 50-iger und 60-iger Jubiläum zu wiederholen

  • Ein Internet-Block über die Gruppe 2 wäre auch neben/statt einer Broschüre interessant

  • Die Gruppenchronik hat derzeit viele Autoren, die ihre Zeit bearbeitet haben – sollte da eine Einheit in Sprache, Themen etc. erfolgen oder soll es ein bunter Teppich als

  • Langfassung der Chronik passt nicht in die homepage rein – derzeitige homepage der Gruppe und auch des Gurkensalat ist teils unvollständig oder unrichtig und soll korrigiert werden.

Das Ergebnis der Diskussion zur Herstellung einer Broschüre, zur Herstellung eines Buches zur Geschichte der Gruppe 2 und zur Arbeit an einem Gruppenarchiv:

Der Vorschlag von Dorothea wurde angenommen, zur 70 Jahrfeier der Gruppe 2 im Jahre 2016 eine Broschüre vorzulegen. Die Idee der Herstellung eines Buches wird im Auge behalten, müsste aber von Wien aus organisiert und durchgeführt werden.

Das Ergebnis für das Projekt der Herausgabe einer Broschüre – die Mitarbeit für die ausstehenden Schritte:

Dorothea – Fertigstellung Statistik Fragebögen, Herausgeberin der Broschüre 2016

Hanna, Gitti und Anni – sichten die 50 und 60-iger Jahre

Bettina – stellt zur Verfügung: gebundene Unterlagen von 1970 bis 1978 zur Bearbeitung/Sichtung Texterstellung

Maria – praktische, händische Arbeiten (Adressen schreiben, etc…)

Monika – Graphikerin

Patricia und Elisabeth – suchen/sichten von Gruppen-Material im Heim, Pfadfindermuseum, ev. Landesverband in Hinblick auf Fotomaterial, das in der Broschüre veröffentlicht werden soll.

Franziska – ev. Kontakt zur Soziologie;

Do: bereitet mit Valerie Thum das 70-jährige Jubiläum vor

Veronika: ev. Internetblock

Dani Erlach – Mithilfe beim Gruppenarchiv aufbauen

Wer aber kann noch mithelfen? Es fehlen noch viele Helferleins !!!

Schritte:

  • Alle Beteiligten erstellen die Texte, bzw. Fotos, für deren Herstellung sie eingetreten sind, bis 1. April 2015 her.

  • Dorothea und eine kleine Gruppe machen die Endredaktion bis 1. Juni 2015.

  • Dazu gehört die Auswahl von Texten, die komplett abgedruckt werden sollen, nach vorheriger schriftlicher Erlaubnis der Autorinnen, sortiert zu den Fragen

  • Monika erhält das fertige Material zur Besprechung mit einem Layouter, Grafiker, Erstellung eines Kostenvoranschlages, etc. (wie kommen wir zu Geld für dessen Bezahlung?)

  • Feb. 2016: die fertige Broschüre sollte zu diesem Termin gedruckt / vervielfältigt vorliegen.

3. 70 jähriges Gruppenjubiläum 2016

Die Pläne der aktuellen Pfadigruppe für dieses Jubiläum wird die jetzige Gruppenführerin Valerie Thum bei einem Termin im Februar 15 mit Interessierten besprechen. Sie wird eine Einladung per mail aussenden. Do Steurer wird aktiv mitgestalten. Die Broschüre müsste gut mit der aktuellen Gruppe abgestimmt werden, da sie ja wieder einen „Focus“ herausgeben wird – da sollen keine Wiederholungen vorkommen. Die Idee einer Ausstellung mit Fotos aus allen Generationen wurde ventiliert.

4. Netzwerk alt2@gurkensalat.at und www.gurkensalat.at

(homepage der Altzweierinnen)

Regi Löw (regi@gurkensalat.at)ist die Administratorin vom Mailverteiler alt2@gurkensalat.at : Sie trägt neue Mitglieder ein, bzw. löscht oder korrigiert Mailadressen auf Anfrage. Mitglieder können werden: Altzweierinnen, aktive Führerinnen oder Personen, die sich sehr für die Gruppe einsetzen.

Mehrstimmig wurde beschlossen, das Netzwerk mit derzeit ca 100 Teilnehmerinnen nicht fürs „Chatten“ zu öffnen, sondern weiterhin als Plattform für Vermittlungen aller Art zu erhalten. Dies hätte sich als der kleinste gemeinsame Nenner (neben dem gemeinsamen Singen) erwiesen, bei dem sich die meisten – trotz großer Unterschiede politischer, weltanschaulicher, sozialer und pfadfinderischer Natur – im guten Einvernehmen wiederfinden könnten. Wer gerne zusätzlich ein Chat – Forum gründen möchte, könne dies gerne für die Gruppe tun! Auch dies würde sicherlich Anklang finden.

Derzeit kann auch von Nichtmitgliedern an unsere Netzwerk gemailt werden, was wir aber mehrstimmig nicht wollen. Daher ergeht an Regi die Bitte, dieses Netzwerk wieder nur für Mitglieder dieses Verteilers zugängig zu machen.

Gemeinsam mit Dani Erlach gestaltet Regi die homepage der Altzweierinnen, www.gurkensalat.at. Dani verwaltet hierfür das Budget. Diesmal konnte wieder Geld (106,–€) eingesammelt werden, damit sind die Gebühren für 2015 und 2016 gedeckt.

Schluss:

Dorothea bedankt sich bei Bettina für die Organisation des Abends, Korrespondenz, Erfrischungen, Protokollführung

Dorothea bedankt sich bei allen, die ihre Mithilfe zugesagt haben.